Telegraphie / Fernschreiber / Telex

Die Einführung der Telegrafie hatte auf die Politik, die Wirtschaft und die Medien eine radikale Auswirkung. Meldungen welche früher über Tage, Wochen ja Monate unterwegs waren bis sie den Empfänger erreichten, konnten nun innert Stunden übermittelt werden:
•    Um 1850 benötigte ein Brief von London nach New York 12 Tage
, nach Bombay (via Sues) mehr als 30 Tage, nach Sydney 73 Tage.
•    In der Schweiz benötigten um 1850 herkömmliche Postkurse für die Beförderung von Briefen von St. Gallen nach Genf und zurück 5 Tage
, von Bern nach Zürich und zurück 2 Tage.
•    1861 war die Transkontinentale Telegraphenleitung durch die USA fertiggestellt. Das bedeutete das Ende des „Pony Express“, welcher Nachrichten über die Distanz von 1800km innert 10 Tagen befördern konnte.

Telephonica: Foyer Telegraphie
Der Foyerbereich wird dominiert vom Thema Telegraphie /Fernschreiber

In den USA stellte Samuel Morse 1837 das Morse-System fast zeitgleich mit dem von Cooke und Wheatstone in England entwickelten 5-Nadeltelegraphen vor. Über eine Strecke von 550m übermittelte er eine Nachricht.

1852 wurde das Schweizerische Telegraphennetz mit 34 Telegraphenbüros, ausgerüstet mit Morse-Telegraphen, in Betrieb genommen. Der letzte Morsetelegraf wird 1951 ausser Betrieb genommen.
In Winterthur, welches wie Frauenfeld und Schaffhausen von Beginn weg ein Telegraphenbüro hatte,  wurden die ersten entsprechenden Einrichtungen im Haus "Zum Steinfels" inmitten der Marktgasse installiert.

Telephonica: Morse Tafel
Telephonica: Morsetaster

Dieser Taster ist mit einem sog. "Klopfer" verbunden.

Telephonica: Typendrucker
Solche Typendrucker waren 70 Jahre im Einsatz!
Telephonica: Creed-Telegraph
Der Creed-Maschinentelegraph
Telephonica: Telex
Der Telex ist voll betriebsfähig


Fernschreiber im Museum mit Internet (i-Telex)

(vorne von links nach rechts) ETK-R55 Einton-Kombinations-schreiber, Siemens T68d Fernschreiber (i-Telex), Siemens T100 Fernschreiber, Siemens T100S (i-Telex)

(oben Mitte) i-Telex (Internet-Verbindung)

(oben rechts) Lorenz Fernschreiber

(vorne von links nach rechts) Siemens T100S Fernschreiber (i-Telex), Hasler SP300 Fernschreiber, Siemens T100 Fern-schreiber

(oben links) Hasler SP330 Fernschreiber

(oben rechts) Siemens T1000 Fernschreiber (i-Telex)


i-Telex (Bild links)

Das i-Telex Gerät verbindet die alte Welt (Fernschreiber/ Telex) mit der neuen Welt (Internet) und erlaubt es mit anderen i-Telex Usern auf der ganzen Welt via Fernschreiber  zu "chatten" (Kommunikation wie früher beim Telex).

 

Es ist sogar möglich, dem Fernschreiber E-Mails zu senden oder via Handy mit dem Fernschreiber zu "chatten".

 

Einige Fernschreiber im Museum sind mit dem i-Telex verbunden, welche auch miteinander verbunden werden können.


Fernschreiber Lochstreifen (5er Code - Baudot-Code)

Texte können beim Fernschreiber auf Lochstreifen gestanzt (Lochstreifen-Stanzer) werden (vorbereitet) und zum schnellen übermitteln mit dem Lochstreifen-Leser gesendet werden.

Lochstreifen-Muster (5er Code):



Fernschreiber Druck-Bilder (via Lochstreifen)

Pferdekopf (35 Min)

Rehbock (25 Min)

Weihnachts-Engel (25 Min)

Mutter & Kind (20 Min)